Umwelt-, Natur- und Kulturschutz
Sich für die Schafhaltung interessieren und regionales Schaffleisch essen, heißt einen wichtigen Beitrag zum Erhalt von Umwelt-, Natur- und Kulturschutz zu leisten. Warum lohnt es sich Interesse für die regionale Schafhaltung zu zeigen?
Schafe werden in Deutschland naturnah und extensiv gehalten, dass bedeutet sie sind bis auf die Wintermonate oder Ablammperiode ganzjährig auf der Weide. Die Lämmer wachsen im Herdenverband bei ihren Müttern auf und es können sich typische Herdenstrukturen entwicklen, die zum Beispiel Leitschafe unter den Mutterschafen umfassen.
Der Speiseplan der Schafe umfasst den Aufwuchs der Weideflächen, Mineralstoffe in Salzlecksteinen und eine geringe Zufütterung mit Getreide. Damit können Schafe auf ertragsarmen und schwer zugänglichen Flächen (steilen Hängen, geschützte Gebiete) Fleisch produzieren.
Die Weideflächen umfassen dabei, insbesondere bei Haupterwerbsschäfereien, einen hohen Anteil an geschützten Flächen, die durch die Beweidung mit Schafen erhalten werden. Dabei spielen der goldene Tritt, der tiefe, selektive Verbiss und das geringe Gewicht im Gegensatz zu größeren Wiederkäuern wie Büffeln oder Rindern eine wichtige Rolle.
Die Lämmer erreichen laut dem Thünen-Institut ein durchschnittliches Alter von 7 Monaten bis zur Schlachtung. Das Fleisch der Altschafe wird aufgrund des höheren Fettgehaltes in der Weiterverarbeitung zum Beispiel zu Wurst und Salami verwendet. Das erzeugte Lammfleisch konkurriert auf dem Markt mit günstigerer Importware aus Neuseeland, Australien und Irland. Im Sinne einer Markttransparenz wären eine klare Kennzeichnung der Produktion für die extensive Schafhaltung wichtig.
Darüber hinaus sind mit der Schafhaltung kulturelle Leistungen verbunden, wie Ästhetik der Landschaft, traditionelles Wissen zur Wollverarbeitung, und die Wanderschäferei selbst.